Rund 25 % der Apps werden nach einer einzigen Nutzung wieder verworfen. Push-Benachrichtigungen gehören zu den wenigen Instrumenten, die das ändern können — sie erreichen Nutzer direkt auf dem Sperrbildschirm, selbst wenn die App geschlossen ist.

Dieser Leitfaden erklärt, was mobile Push-Benachrichtigungen sind, wie sie funktionieren, welche Arten es gibt und wie Sie sie wirksam einsetzen. Dabei sehen Sie, wie Pushwoosh den richtigen Nutzer im richtigen Moment anspricht — und das mit voller Datenschutzkonformität für den deutschen Markt.

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Datenschutz nach höchsten Standards: DSGVO-konform, ISO 27001:2022 und SOC 2 Type I zertifiziert. Pushwoosh betreibt Rechenzentren in der EU und den USA — Ihre Kundendaten verlassen nie den Rechtsrahmen, den Sie bestimmen. Für Branchen mit hohen Anforderungen wie FinTech, Gesundheit und den öffentlichen Sektor ist HIPAA-Konformität ebenfalls abgedeckt. Datenschutz ist bei Push-Benachrichtigungen kein nachträglicher Zusatz, sondern die Grundlage jeder Kampagne.

Was sind mobile Push-Benachrichtigungen?

Mobile Push-Benachrichtigungen sind kurze Echtzeit-Nachrichten, die eine App an das Smartphone oder Tablet eines Nutzers sendet — auch dann, wenn die App nicht geöffnet ist. Sie erscheinen auf dem Sperrbildschirm, im Mitteilungszentrum oder als Banner am oberen Bildschirmrand und werden über plattformspezifische Infrastruktur ausgeliefert: Apple Push Notification Service (APNs) auf iOS und Firebase Cloud Messaging (FCM) auf Android.

Anders als E-Mails, die im Posteingang liegen, oder In-App-Nachrichten, die eine aktive Sitzung voraussetzen, erreichen Push-Benachrichtigungen den Nutzer unmittelbar im Moment — und sind damit einer der direktesten Kanäle für App-Teams. Sie funktionieren plattformübergreifend auf iOS und Android, erfordern eine Einwilligung des Nutzers (verpflichtend auf iOS, erforderlich ab Android 13) und können Text, Bilder, Video und interaktive Aktions-Buttons transportieren.

Genau hier wird Datenschutz entscheidend: Jede Einwilligung, jedes Geräte-Token und jedes Nutzerprofil unterliegt der DSGVO. Eine Plattform mit EU-Datenresidenz und nachgewiesener Zertifizierung sorgt dafür, dass diese personenbezogenen Daten rechtskonform verarbeitet werden — ein Pflichtkriterium für Unternehmen im DACH-Raum, nicht ein optionales Extra.

Eine sauber umgesetzte Push-Strategie steigert Engagement, Kundenbindung und Umsatz. Eine schlecht umgesetzte beschleunigt Deinstallationen.

So funktionieren mobile Push-Benachrichtigungen

Jede Push-Benachrichtigung durchläuft eine dreiteilige Kette: Ihren Server, ein Push-Gateway (APNs oder FCM) und das Gerät des Nutzers.

  1. Nutzer erteilt die Einwilligung — auf iOS muss die App über einen System-Dialog ausdrücklich um Erlaubnis bitten. Ab Android 13 gilt dasselbe. Ohne Einwilligung kann keine Push-Benachrichtigung zugestellt werden. Diese Einwilligung ist zugleich die rechtliche Grundlage nach DSGVO.
  2. Geräte-Token wird erzeugt — sobald der Nutzer einwilligt, vergibt das Betriebssystem ein eindeutiges Token für dieses App-Gerät-Paar. Dieses Token ist die Zustelladresse für alle künftigen Nachrichten.
  3. Token wird auf dem Server gespeichert — Ihr Backend oder Ihre Engagement-Plattform speichert die Tokens und erstellt eine Notification-Payload: ein kleines JSON-Objekt mit Titel, Text, Medien-URL und Zustellparametern. Bei Pushwoosh werden diese Daten in EU-Rechenzentren gespeichert.
  4. Payload geht an das Gateway — der Server leitet die Payload an APNs (für iOS) oder FCM (für Android) weiter. Das Gateway validiert sie und leitet sie an das richtige Gerät weiter.
  5. Benachrichtigung wird angezeigt — das Betriebssystem stellt die Benachrichtigung zu. Sie erscheint auf dem Sperrbildschirm, im Mitteilungs-Tray oder als Banner — abhängig von Geräteeinstellungen und den Mitteilungspräferenzen des Nutzers.

Der gesamte Ablauf dauert in der Regel weniger als eine Sekunde. Ausgelöst werden kann er durch eine Nutzeraktion (Warenkorb verlassen, Artikel wieder verfügbar), eine geplante Uhrzeit, ein Standortereignis oder einen automatisierten Journey-Schritt.

Arten mobiler Push-Benachrichtigungen

Nicht alle Push-Benachrichtigungen erfüllen denselben Zweck. Ein Verständnis der wichtigsten Arten hilft Ihnen, für jeden Anwendungsfall das richtige Format zu wählen und Ihre Kampagnen entsprechend zu konfigurieren.

Transaktionale Benachrichtigungen

Werden durch eine konkrete Nutzeraktion oder ein Systemereignis ausgelöst. Sie transportieren funktionale Informationen, die der Nutzer erwartet und in der Regel wünscht: Bestellung bestätigt, Zahlung erhalten, Passwort zurückgesetzt, Lieferung unterwegs. Transaktionale Pushes haben die höchsten Öffnungsraten aller Benachrichtigungsarten, weil sie von Natur aus relevant sind. Im FinTech-Bereich sind sie zudem oft regulatorisch erforderlich.

Beispiele: „Ihre Bestellung Nr. 4821 wurde versandt.” | „Zahlung über 49 € erhalten.” | „Ihre Fahrt kommt in 3 Minuten an.”

Werbliche Benachrichtigungen

Marketing-Nachrichten, die eine kommerzielle Aktion auslösen sollen: einen Kauf, eine Verlängerung des Abonnements, einen erneuten Besuch. Sie sind ihrem Wesen nach einwilligungsbasiert und hängen vollständig von Relevanz und Timing ab. Eine Flash-Sale-Push an ein segmentiertes Publikum kürzlich aktiver Nutzer schlägt dieselbe Nachricht an alle.

Beispiele: „20 % auf alle Sneaker — nur 24 Stunden.” | „Ihr gemerkter Artikel ist wieder verfügbar.” | „Treuebonus: ein Gratiskaffee bei Ihrem nächsten Besuch.”

Verhaltensbasierte (getriggerte) Benachrichtigungen

Werden als Reaktion auf bestimmte In-App-Ereignisse oder Inaktivität gesendet. Sie sind für die meisten Apps der am stärksten konvertierende Push-Typ, weil sie im Moment der maximalen Relevanz eintreffen — genau dann, wenn der Kontext des Nutzers die Nachricht bedeutsam macht.

Beispiele: „Sie haben etwas im Warenkorb vergessen.” | „Sie haben seit 7 Tagen nicht gespielt — Ihre Serie ist gefährdet.” | „Preis gesenkt bei einem Artikel, den Sie angesehen haben.”

Rich-Push-Benachrichtigungen

Rich-Push-Benachrichtigungen enthalten neben dem Standardtext Bilder, GIFs, Video oder Audio. Sie erhöhen die CTR, weil sie bereits in der Benachrichtigung mehr vermitteln und so die kognitive Last der Tap-Entscheidung verringern. Android unterstützt Bilder bis 10 MB und Video bis 50 MB; iOS unterstützt dasselbe über eine Notification Service Extension.

Stille (Hintergrund-)Benachrichtigungen

Stille Push-Benachrichtigungen liefern eine Daten-Payload an die App, ohne eine sichtbare Meldung anzuzeigen. Sie dienen dazu, Inhalte im Hintergrund zu aktualisieren, den Nutzerstatus zu synchronisieren oder Daten vorzuladen, bevor der Nutzer die App öffnet. Stille Pushes erfordern keine Nutzerinteraktion und zählen nicht gegen Frequency Caps.

Geofencing- / standortbasierte Benachrichtigungen

Werden ausgelöst, wenn ein Nutzer ein definiertes geografisches Gebiet betritt oder verlässt. Werden von Retail-, Liefer- und Event-Apps genutzt, um kontextbezogen relevante Nachrichten mit physischem Standortbezug zu senden. Erfordern zusätzlich zur Mitteilungserlaubnis eine Standortberechtigung — und einen sorgfältigen Umgang mit Standortdaten gemäß DSGVO.

Beispiele: „Sie sind in der Nähe unseres Geschäfts — heute 15 % Rabatt.” | „Ihre Bestellung ist 2 Stationen entfernt.”

Vorteile mobiler Push-Benachrichtigungen

Push-Benachrichtigungen sind einer der wenigen Kanäle, die funktionieren, wenn der Nutzer Ihre App gerade nicht aktiv verwendet. Das liefern sauber umgesetzte Push-Kampagnen tatsächlich:

  • Unmittelbare Reichweite: Nachrichten landen innerhalb von Sekunden auf dem Sperrbildschirm. Kein Posteingang zu prüfen, kein Tab zu öffnen.
  • Reaktivierung im großen Maßstab: Nutzer, die die App seit über 7 Tagen nicht geöffnet haben, lassen sich direkt mit einem relevanten Angebot oder Update erreichen. Selbst eine Reaktivierungsrate von 5–10 % summiert sich im Maßstab erheblich.
  • Höhere Conversion bei zeitkritischen Angeboten: Eine Flash-Sale-Push, die in 4 Stunden ausläuft, erzeugt eine Dringlichkeit, die eine E-Mail im Posteingang nicht erreicht. Unmittelbarkeit ist der Kernvorteil des Kanals.
  • Niedrige Kosten pro Versand: Sobald ein Nutzer eingewilligt hat, sind die Grenzkosten einer Push praktisch null. Der ROI einer gut zielgerichteten Push-Kampagne liegt für dasselbe Conversion-Ereignis typischerweise über dem bezahlter Kanäle.
  • Höherer CLV bei gehaltenen Nutzern: Nutzer, die über die Zeit relevante, personalisierte Push-Nachrichten erhalten, erzielen mehr Umsatz und bleiben länger aktiv.
  • Messbare, attribuierbare Wirkung: Zustellrate, Öffnungsrate, CTR und Conversion lassen sich pro Kampagne und pro Segment nachverfolgen — eine klare Feedback-Schleife für die Optimierung.
KennzahlBenchmark für gute Performance
Opt-in-Rate60–70 %
Direkte Öffnungsrate15–25 % (höher bei Rich Push)
CTR20–35 %
Conversion-Rate (nach Klick)5–10 %
DeinstallationsrateUnter 1 % (gut gesteuerte Programme)

Stark segmentierte Kampagnen können 28 % CTR überschreiten. Diese Zahl fällt rasch, wenn das Targeting nicht präzise ist.

Aufbau einer mobilen Push-Benachrichtigung

Eine Push-Benachrichtigung hat fünf Kernelemente. Jedes davon beeinflusst, ob die Nachricht gesehen, gelesen und angetippt wird.

Mobile Push-Benachrichtigung mit Titel, Textkörper und drei Aktions-Buttons — Bestätigen, Verschieben, Abbrechen
Jedes Element hat eine Aufgabe: Titel und Text tragen die Botschaft, während Aktions-Buttons dem Nutzer einen Weg zum Handeln bieten, ohne die App zu öffnen.
ElementFunktion
TitelDas Erste, was der Nutzer liest. Unter 50 Zeichen halten und die wichtigste Information voranstellen.
TextkörperErgänzt den Titel. Die ersten 40 Zeichen sind am besten sichtbar. Maximal 150 Zeichen vor dem Abschneiden.
Rich MediaBild, GIF oder Video. Steigert die CTR durch visuellen Kontext ohne erforderlichen Tap. Optional, aber wirksam.
Aktions-ButtonsBis zu 3 auf Android, 4 auf iOS. Geben dem Nutzer einen Weg zum Handeln, ohne zuerst die App zu öffnen.
Deep LinkWo der Nutzer nach dem Tippen landet. Sollte direkt zum relevanten Screen führen, nicht zum Startbildschirm.

iOS vs. Android: zentrale Unterschiede

Beide Plattformen liefern Push-Benachrichtigungen aus, unterscheiden sich aber bei Einwilligungsmodell, Zustellinfrastruktur, Medienunterstützung und Engagement-Benchmarks. Im deutschen Markt liegt der iOS-Anteil leicht über dem globalen Durchschnitt — Cross-Platform-Parität ist daher besonders wichtig: ein SDK, eine API, ein Dashboard.

AspektiOSAndroid
Zustell-GatewayAPNsFCM
EinwilligungsmodellExplizit, immer erforderlichExplizit ab Android 13
Durchschn. Opt-in-Rate~56 %~75 %
Durchschn. CTR1,71 %2,75 %
Rich-Media-Limit10 MB Bild via NSE, 50 MB Video10 MB Bild, 50 MB Video
Aktions-ButtonsBis zu 4Bis zu 3
Fokus/DND umgehenNur zeitkritische & kritische HinweiseNur Priority-Kanäle

Android bietet breitere Reichweite und höhere Opt-in-Raten. iOS-Nutzer liefern nach der Einwilligung höheren CLV und stärkeres Engagement pro Nachricht.

Best Practices für mobile Push-Benachrichtigungen

Der Unterschied zwischen einer Push-Benachrichtigung, die zum Handeln bewegt, und einer, die eine Deinstallation auslöst, liegt selten am Kanal — er liegt an der Umsetzung. Dies sind die Praktiken, die die Kennzahlen verlässlich bewegen.

Im richtigen Moment um Einwilligung bitten

Auf iOS haben Sie einen einzigen Versuch beim System-Dialog. Verschwenden Sie ihn nicht beim ersten Start. Zeigen Sie zuerst einen eigenen In-App-Screen — der erklärt, was der Nutzer erhält und warum es wertvoll ist — und lösen Sie den OS-Dialog erst nach einer bedeutsamen Aktion aus: erster Kauf, Ende des Onboardings, ein erreichter Meilenstein. Derselbe Ansatz funktioniert ab Android 13. Aus DSGVO-Sicht sorgt eine transparent eingeholte Einwilligung zugleich für eine belastbare Rechtsgrundlage.

Segmentieren, bevor Sie senden

Eine Nachricht an alle ist eine Nachricht an niemanden. Trennen Sie mindestens neue, aktive und inaktive Nutzer — jede Gruppe braucht eine andere Botschaft, ein anderes Angebot und ein anderes Timing. Die RFM-Segmentierung (Recency, Frequency, Monetary) geht weiter und gruppiert Nutzer nach Verhaltensmustern, sodass jedes Segment auf seine Lebenszyklus-Phase abgestimmte Texte und Angebote erhält.

  • Champions (hohe R, F, M): Early Access, Treueprämien — nicht mit unnötigen Rabatten verbrennen.
  • Gefährdet (niedrige R, mittlere F): Rückgewinnungsangebot mit konkretem Anreiz, kein generisches „Wir vermissen Sie”.
  • Neue Nutzer (hohe R, niedrige F): Willkommenssequenz, die Funktionen vorstellt, plus Anreiz für den Erstkauf.
  • Inaktiv, aber wertvoll (hohe M, niedrige R): personalisiertes, hochwertiges Rückgewinnungsangebot, das den Einsatz rechtfertigt.
Pushwoosh RFM-Segmentierungsmatrix, die Nutzer nach Recency und Frequency gruppiert — Champions, treue Kunden, gefährdete und neue Kunden
Die integrierte RFM-Segmentierung sortiert Nutzer in handlungsfähige Gruppen — von Champions bis Gefährdete — sodass jedes Segment eine passgenaue Nachricht erhält.

Über den Namen hinaus personalisieren

„Hallo Alex, Ihre gemerkte Jacke ist 20 % günstiger” schlägt „Hallo Alex, sehen Sie sich unseren Sale an”, weil der Produktbezug die Nachricht relevant macht. Nutzen Sie dynamische Inhalte, um nutzerspezifische Daten — Produktname, zuletzt angesehene Kategorie, Bestellstatus, Spiellevel — direkt in den Text einzubinden. Je näher die Nachricht an dem liegt, was der Nutzer tatsächlich getan hat, desto höher die CTR. Dabei werden personenbezogene Daten ausschließlich in EU-Rechenzentren verarbeitet.

Drei personalisierte mobile Push-Benachrichtigungen, ausgelöst durch Nutzeraktionen — Bestellung aufgegeben, Artikel in den Warenkorb gelegt und 14 Tage Inaktivität
Dynamische Inhalte ziehen Name, Bestellnummer und letzte Aktion des Nutzers in den Text — jede Push bildet genau ab, was der Nutzer gerade getan hat.

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Es gibt keine universell beste Uhrzeit. E-Commerce verzeichnet Spitzen mittags und abends; Nachrichten-Apps performen morgens. Nutzen Sie ein pro Nutzer optimiertes Timing auf Basis historischer Engagement-Muster — die Funktion Best Time to Send von Pushwoosh übernimmt das automatisch und hebt die Öffnungsraten verlässlich um 15–25 %. Legen Sie Ruhezeiten fest, um nächtliche Zustellung unabhängig von der Automatisierungslogik zu verhindern.

Frequenz steuern

Zu viele Pushes mit geringer Relevanz sind der schnellste Weg zum Opt-out. Die meisten Teams starten mit 2–3 werblichen Pushes pro Woche und Nutzer und justieren auf Basis von Deinstallationsrate und Engagement-Daten. Aktive Nutzer vertragen höhere Frequenzen als inaktive — staffeln Sie die Frequency Caps entsprechend pro Segment.

Automatisierung für hochwertige Sequenzen nutzen

Einmalige Aussendungen sind reaktiv. Automatisierte Journeys laufen im Hintergrund und fangen Nutzer im richtigen Moment ab, ohne manuellen Aufwand. Die Sequenzen, die verlässlich gut funktionieren:

  • Warenkorbabbruch: 30 Min. nach dem Abbruch — einfache Erinnerung mit Direktlink. 24 Std. später ohne Kauf — „Artikel sind stark gefragt.” Die zweite Nachricht geht nur raus, wenn die erste nicht konvertiert hat.
  • Willkommensserie: Tag 1 Onboarding-Push → Tag 3 Feature-Highlight → Tag 7 Erstkauf-Anreiz, abhängig von ausbleibender Conversion.
  • Post-Purchase-Upsell: 3 Tage nach dem Kauf — passendes Zubehör oder Ergänzungsprodukt. Das Timing zählt: zu früh wirkt aufdringlich, zu spät verpasst den Moment.
  • Reaktivierung: keine App-Öffnung über 7 Tage löst die Sequenz aus. Das Angebot knüpft an die letzte Aktivität an, nicht generisch.
Pushwoosh Customer Journey Builder Flow — Einstiegstrigger, Push-Verzögerung und verzweigende Pfade je nachdem, ob der Nutzer reagiert hat
Automatisierte Journeys laufen im Hintergrund: Ein Einstiegstrigger feuert die erste Push, dann verzweigt der Flow je nach Reaktion des Nutzers — ohne manuellen Aufwand pro Nutzer.

Kontinuierlich A/B-testen

Testen Sie Titeltext, Textkörper, Rich Media, CTA-Buttons und Sendezeitpunkt. Messen Sie CTR und Conversion, nicht nur Öffnungen. Kleine Optimierungen summieren sich — eine CTR-Verbesserung von 10 % bei einer im Maßstab laufenden Reaktivierungssequenz ist eine erhebliche Umsatzgröße.

Push-Performance messen

Definieren Sie, wie Erfolg aussieht, bevor eine Kampagne live geht — Kauf, Trial-Aktivierung, erste Feature-Nutzung. Legen Sie das Conversion-Ereignis im Voraus fest, damit die Attribution von Beginn an sauber ist.

KennzahlWas sie aussagt
ZustellrateAnteil der Versände, die ein Gerät erreicht haben. Niedrige Werte deuten auf Opt-out-Häufung oder veraltete Tokens hin.
ÖffnungsrateNutzer, die die Benachrichtigung angetippt haben. Erstes Signal, ob die Nachricht Aufmerksamkeit erzeugt hat.
CTRNutzer, die in die App durchgeklickt haben. Hauptindikator für die Passung von Nachricht und Angebot.
Conversion-RateNutzer, die nach dem Klick die Zielaktion abgeschlossen haben. Misst die tatsächliche Kampagnenwirkung.
DeinstallationsrateKorreliert eine Kampagnenspitze mit mehr Deinstallationen, liegt ein Targeting- oder Frequenzproblem vor.
Zugeordneter UmsatzDirekter Umsatz, der über UTM-Parameter und Conversion-Ereignisse der Push zuordenbar ist.
CLV nach SegmentWie wirken Push-Kampagnen auf den langfristigen Wert über Nutzergruppen hinweg? Langsamer zu messen, aber aussagekräftiger.

ROI (%) = ((Umsatz aus Kampagne − Kosten der Kampagne) / Kosten der Kampagne) × 100

Pushwoosh Analytics — Segment-Analysetabelle, Conversion-Funnel und Aufschlüsselung der Empfänger nach Plattform
Verfolgen Sie Zustellung, Öffnungen, CTR und Conversion pro Segment und pro Plattform — eine klare Feedback-Schleife vom Versand bis zum Umsatz.

Mobile Push vs. SMS, E-Mail und In-App-Nachrichten

Push-Benachrichtigungen wirken am besten als Teil eines Kanal-Mix. So vergleichen sie sich und wann welcher Kanal die richtige Wahl ist.

KanalUnmittelbarkeitReichweiteLängeAm besten für
Mobile PushHoch — SperrbildschirmEingewilligte App-NutzerKurzFlash Sales, Warenkorb-Rückgewinnung, Reaktivierung
SMSHoch — direkt aufs HandyEingewilligte NummernSehr kurzOTPs, kritische Alerts, Ablauf-Erinnerungen
E-MailMittel — Posteingang prüfenEingewilligte E-MailsLangformNewsletter, Nurture-Sequenzen, detaillierte Angebote
In-AppHoch — nur in SitzungNur aktive NutzerKurz bis mittelFeature-Adoption, In-Session-Upsells, Onboarding
Kanal
1 / 4
Mobile Push
Unmittelbarkeit
Hoch — Sperrbildschirm
Reichweite
Eingewilligte App-Nutzer
Länge
Kurz
Am besten für
Flash Sales, Warenkorb-Rückgewinnung, Reaktivierung
Kanal
2 / 4
SMS
Unmittelbarkeit
Hoch — direkt aufs Handy
Reichweite
Eingewilligte Nummern
Länge
Sehr kurz
Am besten für
OTPs, kritische Alerts, Ablauf-Erinnerungen
Kanal
3 / 4
E-Mail
Unmittelbarkeit
Mittel — Posteingang prüfen
Reichweite
Eingewilligte E-Mails
Länge
Langform
Am besten für
Newsletter, Nurture-Sequenzen, detaillierte Angebote
Kanal
4 / 4
In-App
Unmittelbarkeit
Hoch — nur in Sitzung
Reichweite
Nur aktive Nutzer
Länge
Kurz bis mittel
Am besten für
Feature-Adoption, In-Session-Upsells, Onboarding

Die wirksamsten Strategien staffeln Kanäle nach Verhalten. Ein Ansatz, der bei der Warenkorb-Rückgewinnung funktioniert: Push 30 Minuten nach dem Abbruch → E-Mail 1 Stunde später mit mehr Details und Social Proof → In-App-Nachricht in der nächsten Sitzung mit personalisiertem Rabatt.

Bessere Push-Benachrichtigungen mit Pushwoosh

Bessere Push-Ergebnisse entstehen nicht durch mehr Benachrichtigungen. Sie entstehen, wenn die richtige Nachricht den richtigen Nutzer in dem Moment erreicht, in dem er am ehesten handelt — und das datenschutzkonform.

  • EU-Datenresidenz & Enterprise-Compliance: SOC 2 Type I, ISO 27001:2022, DSGVO- und HIPAA-konform, mit Rechenzentren in der EU und den USA.
  • RFM- und verhaltensbasierte Segmentierung: Targeting nach dem, was Nutzer getan haben, nicht nur danach, wer sie sind.
  • Customer Journey Builder: visuelle No-Code-Automatisierung für mehrstufige, kanalübergreifende Flows.
  • Personalisierung dynamischer Inhalte: nutzerspezifische Daten automatisch in jede Benachrichtigung einbinden.
  • Best Time to Send: pro Nutzer optimiertes Timing für bis zu 50 % höhere Öffnungsraten.
  • A/B/n-Testing: mehrere Variablen gleichzeitig testen; Traffic automatisch zu Gewinnern allokieren.
  • ManyMoney AI: autonome KI, die kaufbereite Nutzer erkennt und Kampagnen rund um die Uhr auf Umsatz optimiert.
  • Echtzeit-Analytics: Zustellung, CTR, Conversions und CLV-Wirkung pro Segment und Kampagne verfolgen.

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Frequenz und Relevanz sind die beiden Variablen, die die Deinstallationsrate bewegen. Zu viele Benachrichtigungen mit geringer Relevanz sind der Hauptgrund für Deinstallationen. Korrekte Segmentierung, Frequency Caps und A/B-Testing halten die Deinstallationsrate bei den meisten gut gesteuerten Programmen unter 1 %.

Valentina Stepanova
Content-Marketing-Autorin bei Pushwoosh
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