OneSignal deckelt seinen Free-Plan hart. Ab sofort sind mobile Push-Benachrichtigungen und In-App-Nachrichten oberhalb von 1.000 monatlich aktiven Nutzern (MAU) nicht mehr kostenlos. Neue Accounts trifft es ab dem 1. September 2026, Bestandskonten ab dem 1. Oktober. Für DACH-Teams, die auf EU-Datenresidenz und DSGVO-Konformität achten, kommt jetzt eine zweite Frage hinzu: Bleibt der neue Anbieter Ihrer Wahl bei den bisherigen Compliance-Zusagen?
Pushwoosh ist SOC 2 Type I und ISO 27001:2022 zertifiziert und DSGVO-konform — unabhängig davon, ob Sie unter oder über dem MAU-Limit liegen.
Was sich ändert und wann
Der Free-Plan funktioniert weiterhin unterhalb von 1.000 MAU. Darüber wechseln mobile Push-Benachrichtigungen und In-App-Nachrichten in einen kostenpflichtigen Tarif.
- Die Termine: Das Limit gilt für neue Accounts ab dem 1. September 2026 und für Bestandskonten ab dem 1. Oktober 2026, laut OneSignals Billing-FAQ.
- Die Schwelle: Unter 1.000 MAU für mobile Push und In-App bleibt alles wie gehabt. Wird die Schwelle überschritten, stoppen diese Kanäle den Versand, bis ein Upgrade erfolgt.
- Was unverändert bleibt: Web-Push und E-Mail bleiben im Free-Plan. Die Änderung betrifft ausschließlich Mobile.
Wie MAU gezählt wird
MAU steht für monthly active user. OneSignal zählt jedes mobile Abonnement, das in den letzten 30 Tagen aktiv war, als 1 — unabhängig davon, ob der Nutzer Push-Benachrichtigungen aktiviert hat.
Zwei Details werden dabei leicht übersehen. 1 Person mit 2 Geräten zählt als 2. Ein API-Aufruf, der last_active aktualisiert, zählt als Aktivität — auch ohne versendete Nachricht. Ihre MAU-Zahl kann also deutlich höher liegen als die Zahl der Nutzer, die tatsächlich eine Push-Benachrichtigung erhalten haben.
Was MAU genau ist und wie sich der Wert beeinflussen lässt, erklären wir im separaten Leitfaden: Was MAU ist und wie Sie ihn steigern.
2 Mechaniken, die in der Ankündigung fehlen
2 Details entscheiden darüber, wie nah Sie tatsächlich am Limit sind — beide stehen nicht in der Schlagzeile.
Das Limit gilt organisationsweit. Es zählt alle Apps unter Ihrer Organisation zusammen, nicht pro App. 3 kleine Apps mit je 400 MAU reißen die Grenze, obwohl keine einzelne davon für sich genommen nahe dran ist.
Das 30-Tage-Fenster verschiebt sich gleitend. Das Löschen von Abonnenten senkt die Zahl nicht sofort. Ein Nutzer bleibt in der Zählung, bis 30 Tage ohne Aktivität vergangen sind — eine Reduzierung der Reichweite braucht also einen Monat, um sich auszuwirken, nicht einen Tag.
Was es kosten wird
Sobald Sie über 1.000 MAU liegen, kostet OneSignals Growth-Plan 19 $ pro Monat plus 0,012 $ pro MAU.
| MAU | Monatliche Kosten |
|---|---|
| 1K | 31 $ |
| 10K | 139 $ |
| 25K | 319 $ |
| 50K | 619 $ |
| Über 50K | Vertrieb kontaktieren |
Wen es am härtesten trifft
Die 1.000-MAU-Grenze ist niedrig, deshalb überschreiten die meisten Apps jenseits der Frühphase sie schnell. Am stärksten trifft es aber ein bestimmtes Profil: hohe aktive Nutzerzahl, niedrige Push-Opt-in-Rate. Abgerechnet wird pro MAU, egal ob der Nutzer je einer Push-Benachrichtigung zugestimmt hat — je größer diese Lücke, desto mehr zahlen Sie für Nutzer, die Sie gar nicht erreichen können.
Für DACH-Teams sind 3 Konstellationen besonders anfällig:
- Connected-Car- und Automotive-Apps. Große Nutzerbasen mit Service-Erinnerungen und Statusmeldungen, aber viele Nutzer öffnen die App nur gelegentlich. Jeder davon zählt als volle MAU zu 0,012 $ — genau wie der Vielnutzer.
- E-Commerce mit saisonalen Spitzen. Black-Friday- oder Weihnachtsgeschäft treiben die MAU-Zahl für einen Monat nach oben, und das gleitende Fenster hält sie dort noch 30 Tage nach dem Abflauen der Spitze.
- FinTech-Apps mit Gelegenheitsnutzung. Transaktionale Benachrichtigungen sind Pflicht, aber ein langer Schwanz an Nutzern öffnet die App nur einmal im Monat. Jeder zählt trotzdem voll mit.
Bei mehreren Apps unter einer Organisation addiert sich die MAU-Zahl organisationsweit — auch mehrere kleinere Apps überschreiten die Grenze schneller als erwartet.
Welche Optionen Sie haben
Drei Wege, je nach Ausgangslage.
Bleiben und zahlen. Passt die Rechnung, ist das der Weg mit dem geringsten Aufwand. Sie wechseln oberhalb von 1.000 MAU auf Growth, die Kosten folgen der Nutzerzahl gemäß obiger Tabelle.
Zielgruppe verkleinern. Inaktive Abonnenten zu entfernen kann Sie wieder unter das Limit bringen. 2 Einschränkungen: Das gleitende Fenster sorgt dafür, dass der Effekt erst nach 30 Tagen sichtbar wird, und Sie verlieren Nutzer, für deren Akquise Sie bereits bezahlt haben. Das verschafft Zeit, ist aber keine dauerhafte Lösung.
Migrieren. Rechnet sich die Jahresbilanz nicht, ist ein Plattformwechsel eine reale Option — inklusive DSGVO-Prüfung des neuen Anbieters.
Bei dieser Option lohnt sich der Blick aufs Jahr, nicht auf den Monat. Pushwoosh Push kostet 7 $ pro 1.000 MAU, die ersten Tausend sind kostenlos. So sieht ein Jahr im direkten Vergleich aus:
| MAU | OneSignal Growth / Jahr | Pushwoosh Push / Jahr | Ihre Ersparnis / Jahr |
|---|---|---|---|
| 10K | 1.668 $ | 756 $ | 912 $ |
| 25K | 3.828 $ | 2.016 $ | 1.812 $ |
| 50K | 7.428 $ | 4.116 $ | 3.312 $ |
Bei 50.000 MAU beträgt die Differenz 3.312 $ im Jahr. Ein Wechsel ist nicht ohne Aufwand — wägen Sie ab, wie stark die Differenz für Ihr Budget wiegt. Für einen Feature-für-Feature-Vergleich inklusive Compliance-Zertifizierungen: Pushwoosh vs. OneSignal.
FAQ
last_active zählen als Aktivität, auch ohne Versand.
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