Allein in den USA brachten Black Friday und Cyber Week 2025 44,2 Milliarden US-Dollar Online-Umsatz, und mehr als die Hälfte der Online-Ausgaben im Weihnachtsgeschäft lief über das Smartphone. Die meisten Nutzer bekamen um 9 Uhr denselben Push: „Bis zu 50 % Rabatt“. Ein noch größerer Rabatt holt Sie aus diesem Stapel nicht heraus.
Im DACH-Raum ist der Black Friday längst kein einzelner Tag mehr: Viele Händler ziehen die Aktion zur Black Week bis zum Cyber Monday auseinander. Umso wichtiger ist, dass jede Nachricht in dieser Woche einen eigenen Grund zum Öffnen liefert.
Unten finden Sie 13 Black Friday Marketing-Ideen, die über den Rabatt-Push hinausgehen, jeweils mit der konkreten Umsetzung in Pushwoosh. Dazu 1 Test, der zeigt, welche davon Ihnen tatsächlich Umsatz gebracht haben (damit Sie belegen können, dass Ihre Kampagne gewirkt hat).
🔥 Vor dem Black Friday: aufwärmen und Nachfrage aufbauen
Die Woche vor dem Sale entscheidet, wer am Freitag Ihre Nachrichten öffnet. Nutzen Sie sie, um treue Kunden zu belohnen und Ihr Angebot zu den Menschen zu bringen, die am ehesten kaufen.
Idee 1: Geben Sie Ihren besten Kunden Early Access
Öffnen Sie den Sale 24–48 Stunden früher für Ihre Top-RFM-Kunden, also diejenigen, die oft kaufen und am meisten ausgeben. Sie fühlen sich wertgeschätzt, und Sie verteilen die Last vor dem Ansturm am Freitag. Zusätzlich bekommen Sie einen frühen Eindruck von der Nachfrage: Wie Ihre besten Käufer reagieren, zeigt Ihnen, was Sie am Black Friday selbst erwartet.
🛠️ So setzen Sie es um: Finden Sie Ihre treuesten Kunden mit der RFM-Segmentierung. Planen Sie dann im Customer Journey Builder eine audience-basierte Journey mit Push und E-Mail: „Sie stehen auf der Liste. Der Black Friday startet für Sie morgen um 8 Uhr.“
Idee 2: Verteilen Sie Coupons, die nicht verloren gehen
Ein Promo-Code in einer E-Mail ist am nächsten Tag verschüttet. Ein Coupon in Apple Wallet oder Google Wallet liegt neben den Karten des Kunden und öffnet sich an der Kasse mit 1 Tipp.
🛠️ So setzen Sie es um: Stellen Sie einen Black Friday Coupon als Wallet-Pass direkt aus einer Journey aus: Die Journey erzeugt den Pass, und der nächste Push oder die nächste E-Mail liefert den Link, mit dem der Kunde ihn in Apple oder Google Wallet speichert.
Profi-Tipp: Wählen Sie im Schritt sowohl die Apple- als auch die Google-Kampagne aus und setzen Sie beide Links in die Nachricht. Sonst bekommen Android-Nutzer einen Link, den sie nicht öffnen können.
Idee 3: Schalten Sie Ihr App-Icon in den Black-Friday-Modus
Am Black Friday kämpft jede Marke um dieselben wenigen Sekunden Aufmerksamkeit, deshalb zählen auch kleine Markendetails. Ihr App-Icon ist eines davon: Nutzer sehen es jedes Mal, wenn sie ihr Smartphone entsperren. Eine Black-Friday-Version zeigt ihnen, dass der Sale läuft, bevor sie eine einzige Nachricht gelesen haben.
🛠️ So setzen Sie es um: Mit dem App-Icon-Wechsel tauschen Sie das Icon aus der Ferne, per Push mit Custom Data.
🛒 Am Black Friday: Käufer im richtigen Moment erreichen
Am Tag selbst sendet jede Marke. Die folgenden Ideen gewinnen, weil sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort auftauchen.
Idee 4: Melden Sie sich, wenn Käufer an Ihrer Filiale vorbeigehen
Wer am Black Friday 2 Straßen von Ihrer Filiale entfernt ist, hat die halbe Arbeit schon erledigt. Geben Sie ihm einen Grund hereinzukommen.
🛠️ So setzen Sie es um: Ziehen Sie Geozonen um Ihre Standorte (der Radius reicht von 50 m bis 100 km, Standard sind 200 m) und starten Sie eine Journey, sobald ein Nutzer eine Zone betritt: „Sie sind 2 Minuten von unserer Filiale am Marktplatz entfernt. Zeigen Sie diesen Code und sparen Sie heute zusätzlich 15 %.“
Profi-Tipp: Lösen Sie die Nachricht über Dwell aus, nicht nur beim Betreten der Zone. Ein Dwell-Timer überspringt alle, die nur vorbeifahren, und erreicht die, die tatsächlich in der Nähe stehen bleiben. Dafür braucht die App Standortzugriff: Holen Sie die Einwilligung vor der Sale-Woche ein und sagen Sie klar, wofür Sie den Standort nutzen. Nach DSGVO gehört ein transparenter Zweck ohnehin zur Einwilligung, genau wie beim Push-Opt-in.
Tiefer einsteigen: Geofencing-Marketing-Playbook
Idee 5: Übernehmen Sie den App-Screen mit einem Sale-Banner
In-App-Nachrichten brauchen keine Push-Berechtigung und erreichen deshalb auch Nutzer, die Benachrichtigungen ausgeschaltet haben. Am Black Friday ist das oft Ihre engagierteste Zielgruppe: Diese Nutzer öffnen die App von sich aus.
🛠️ So setzen Sie es um: Zeigen Sie eine Vollbild-In-App-Nachricht beim ersten App-Start des Tages oder wenn ein Nutzer einen bestimmten Screen öffnet, etwa den Home-Feed oder eine Kategorieseite. 1 Banner, 1 Angebot, 1 Button zum Sale.
Idee 6: Zählen Sie bis zum Ende des Angebots herunter
Eine tickende Uhr macht aus „vielleicht am Wochenende“ ein „in den nächsten 3 Stunden“. Günstiger lässt sich Dringlichkeit nicht erzeugen.
🛠️ So setzen Sie es um:
- Auf Ihrer Website: ein Web-Popup mit einem Countdown-Block, der bis Mitternacht läuft.
- In der E-Mail: derselbe Countdown-Block aus dem Drag-and-Drop-E-Mail-Editor, damit jede Black Friday E-Mail die echte Deadline zeigt.
Profi-Tipp: Legen Sie fest, was Besucher sehen, wenn der Timer auf null steht. „Der Sale ist vorbei, das gibt es noch“ verkauft mehr als ein eingefrorenes 00:00:00.
Mehr Formate für E-Mails: Black Friday E-Mail-Kampagnen
Idee 7: Vergeben Sie Einmal-Promo-Codes pro Käufer
Ein gemeinsamer Code wie BLACKFRIDAY30 landet innerhalb weniger Stunden auf Gutscheinportalen. Einmal-Codes sickern nicht durch und zeigen genau, welche Nachricht welchen Kauf ausgelöst hat.
🛠️ So setzen Sie es um: Laden Sie Ihre Codes als CSV in Vouchers hoch, um einen Code-Pool anzulegen. Fügen Sie dann den Platzhalter {{voucher}} in Ihre Nachricht ein und wählen Sie den Pool in der Journey aus. Jeder Empfänger bekommt seinen eigenen Code per Push, E-Mail, SMS, WhatsApp oder LINE. Die Smart-Coupons-Journey zeigt den kompletten Ablauf.
Profi-Tipp: Laden Sie mehr Codes hoch, als Sie zu brauchen glauben. Ist der Pool leer, geht die Nachricht gar nicht erst raus.
Idee 8: Lassen Sie Nutzer direkt aus dem Push in den Warenkorb legen
Jeder zusätzliche Tipp zwischen Push und Kauf kostet Käufer. Legen Sie die Aktion direkt in die Benachrichtigung.
🛠️ So setzen Sie es um: Senden Sie eine Rich-Push-Benachrichtigung mit einem Bild des Angebots und Action-Buttons: „In den Warenkorb“ und „Alle Angebote ansehen“. Jeder Button öffnet seinen eigenen Deep Link, sodass „In den Warenkorb“ den Nutzer in einen Warenkorb führen kann, in dem der Artikel bereits liegt.
Mehr Push-Taktiken für den Sale: Black Friday Push-Benachrichtigungen: Ihre Geheimwaffe für den BFCM-Verkauf
Idee 9: Bewahren Sie jedes Angebot in der App-Inbox auf
Am Black Friday lebt ein Push nur Sekunden, bis die Benachrichtigung der nächsten Marke ihn verdrängt. Wer Ihr Angebot um 9 Uhr weggewischt hat, findet es um 22 Uhr nicht mehr, wenn er endlich kaufbereit ist.
🛠️ So setzen Sie es um: Senden Sie Ihre Angebote in die Message inbox, die jetzt als eigenständiger Kanal neben Push, E-Mail und SMS funktioniert. Im Customer Journey Builder geht die Nachricht direkt in die Inbox und erreicht Web- und Mobile-Nutzer.
Jedes Angebot bleibt bis zu dem von Ihnen gesetzten Ablaufdatum in der App, sodass späte Käufer zurückscrollen und es noch finden.
Idee 10: Weichen Sie auf E-Mail oder SMS aus, wenn Push nicht ankommt
Nicht jeder hat Push aktiviert, und am Black Friday können Sie es sich nicht leisten, diese Nutzer zu verpassen. Gleichzeitig will auch niemand 6 Werbenachrichten vor dem Mittagessen.
🛠️ So setzen Sie es um: Setzen Sie vor jede Nachricht einen Reachability check (Erreichbarkeitsprüfung): zuerst Push, E-Mail, wenn Push nicht verfügbar ist, und SMS nur für wertvolle Kunden, die Sie auf keinem anderen Weg erreichen.
Profi-Tipp: Aktivieren Sie danach Frequency Capping, um die Zahl der Nachrichten pro Nutzer und Tag über alle Kampagnen hinweg zu begrenzen. (Ihre Abmelderate wird es Ihnen danken.)
💻 Cyber Monday und danach: die Spätentschlossenen konvertieren
Manche Käufer vergleichen das ganze Wochenende Preise und kaufen am Montag. Andere lassen ihren Warenkorb stehen. In diesem Teil der Woche geht es darum, diese Käufe abzuschließen, ohne Rabatte an Menschen zu verschenken, die ohnehin gekauft hätten.
Idee 11: Holen Sie Black Friday Warenkörbe mit einer Deadline zurück
Ein am Black Friday abgebrochener Warenkorb bringt seine Deadline gleich mit: Der Sale endet Montagnacht. Nutzen Sie das.
🛠️ So setzen Sie es um:
1. Starten Sie mit dem Event. Richten Sie einen Trigger-basierten Einstieg auf cart_abandoned ein. Jeder Käufer, der Artikel zurücklässt, tritt in die Journey ein.
2. Senden Sie einen Erinnerungs-Push. „Ihr Warenkorb wartet noch auf Sie, und Ihr Black Friday Preis auch.“
3. Warten Sie auf den Kauf. Fügen Sie Wait for trigger hinzu. Kauft der Nutzer innerhalb von 24 Stunden, verlässt er die Journey. Wenn nicht, geht es zum nächsten Schritt.
4. E-Mail am Montagmorgen. Der Warenkorb, der Preis und die Deadline: „Endet heute um Mitternacht.“
Mehr dazu: Push-Benachrichtigungen bei Warenkorbabbruch
Idee 12: Senden Sie Empfehlungen auf Basis des Browsing-Verhaltens
Nutzer, die gestöbert, aber nicht gekauft haben, haben Ihnen bereits gesagt, was sie wollen. Zeigen Sie ihnen diese Artikel noch einmal, jetzt zum Cyber-Monday-Preis.
🛠️ So setzen Sie es um: Verbinden Sie Ihren Produktkatalog und fügen Sie der E-Mail einen Products-Block hinzu, der sich mit Artikeln aus den Kategorien füllt, die sich der jeweilige Nutzer angesehen hat.
🤑 Belegen Sie, dass Ihre Black Friday Kampagne wirklich funktioniert hat
Jedes Jahr hetzen Marketing-Teams durch den Black Friday: zusätzliche Pushes, zusätzliche E-Mails, zusätzliche Rabatte.
Jede Kurve zeigt nach oben, also sieht jede Kampagne wie ein Gewinner aus. Dann kommt der Januar, und niemand kann sagen, was sich davon wirklich gelohnt hat oder wie viele dieser Käufer ohnehin gekauft hätten.
Messen Sie dieses Jahr vom ersten Tag an.
Idee 13: Halten Sie eine Kontrollgruppe zurück
In Pushwoosh braucht es 1 zusätzliches Element in Ihrer Journey, um zu verstehen, welche Käufer wegen Ihrer Nachrichten kamen und welche ohnehin gekauft hätten.
🛠️ So setzen Sie es um: Fügen Sie direkt nach dem Einstieg Ihrer Black Friday Journey einen Holdout Split ein und halten Sie 5–10 % der Käufer zurück. Sie verlassen die Journey und bekommen nichts daraus, während alle anderen Ihre Nachrichten erhalten.
Legen Sie den Kauf als Conversion-Ziel fest. Der Report Goal uplift vs holdout vergleicht dann die 2 Gruppen, und zwar ab dem Tag nach dem Start.
Starten Sie Ihre Black Friday Kampagnen mit Pushwoosh
Jede Idee oben läuft auf 1 Plattform: Segmente, Code-Pools, Wallet-Pässe, Geozonen, In-App-Nachrichten, die Inbox und die Kontrollgruppe, die zeigt, was gewirkt hat.
Wählen Sie 2–3 Ideen, die zu Ihrer Zielgruppe passen, und bauen Sie sie im Oktober auf. So bleibt Ihnen die Woche vor dem Sale fürs Testen.
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